Salzbergwerk Wieliczka, Mittelalterliches Salzbergwerk in Wieliczka, Polen
Die Salzmine Wieliczka ist ein Bergwerk in Wieliczka in Polen, das sich über 287 Kilometer Tunnel verteilt und an manchen Stellen bis zu 327 Meter tief reicht. Das Labyrinth aus Kammern, Korridoren und Schächten zeigt Stollen mit Holzbalken, Treppen aus dem Fels und Seen, in denen sich die Decken spiegeln.
Die Salzgewinnung begann hier im 13. Jahrhundert und lief ununterbrochen bis 1996, was die Mine zu einem der langlebigsten Betriebe Europas macht. Im 18. Jahrhundert ließ das königliche Bergbauamt unterirdische Kapellen und Säle anlegen, die heute den Kern der Besichtigungsroute bilden.
Die Kapelle der Heiligen Kinga liegt in 101 Metern Tiefe und zeigt Altäre, Kronleuchter und biblische Szenen, die Bergleute vollständig aus dem Salz geschnitten haben. Besucher sehen heute auch unterirdische Seen, die das Licht der Lampen an den Wänden spiegeln, und hören dabei Geschichten über die Schutzpatronin der Bergleute.
Besucher gehen auf geführten Touren etwa 2 Kilometer durch die Stollen und steigen dabei über 800 Stufen ab, wobei die Temperatur ganzjährig zwischen 14 und 16 Grad liegt. Der Rückweg erfolgt mit einem Aufzug, sodass man nur beim Abstieg die Treppen benutzt.
Ein unterirdischer See enthält Salzwasser mit 320 Gramm Salz pro Liter, wodurch Gegenstände stärker schwimmen als im Toten Meer. Die Kammer beherbergt auch ein Auditorium, in dem Konzerte und Veranstaltungen unter der Erde stattfinden.
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