SB, Geheimdienst in Warschau, Polen
Diese Organisation diente als inländischer Geheimdienst des kommunistischen Polen und hatte ihren Sitz in der Rakowiecka-Straße in Warschau. Sie verfügte über operative Büros in allen Woiwodschaften und setzte Tausende von Offizieren und Informanten zur Überwachung der Bevölkerung ein.
Der Dienst entstand 1956 als Teil der Reformen nach der Entstalinisierung und blieb bis 1990 in Betrieb. Nach dem Fall des Kommunismus wurden seine Archive teilweise geöffnet, wodurch Historiker und Bürger Einblick in die Überwachungsmethoden der Vergangenheit erhielten.
Der Sicherheitsdienst führt umfangreiche Archive über gesellschaftliche Veränderungen in Polen durch jahrzehntelange Nachrichtendienstaktivitäten.
Das Hauptquartier in Warschau ist heute nicht mehr aktiv und kann nicht besichtigt werden. Wer sich für die Geschichte dieser Zeit interessiert, findet in mehreren Museen der Stadt Ausstellungen und Dokumente aus dieser Ära.
Die Archive enthalten über 90 Kilometer Akten und Dokumente, darunter Berichte von Agenten, die Künstler, Intellektuelle und Oppositionelle beobachteten. Viele dieser Unterlagen sind heute für berechtigte Bürger einsehbar, die Einsicht in ihre eigenen Dossiers nehmen möchten.
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