Kelch House, Herrenhaus in der Tschaikowsky-Straße, Sankt Petersburg, Russland.
Das Kelch-Haus ist ein Herrenhaus an der Tschaikowski-Straße in Sankt Petersburg mit einer französischen Renaissance-Fassade, die durch gotische Elemente im Innenhof und Jugendstil-Merkmale in den Nebengebäuden ergänzt wird. Das Gebäude zeigt verschiedene architektonische Stile, die sein Inneres und Äußeres strukturieren.
Das Herrenhaus wurde 1903 für Alexander Kelch erbaut und ersetzte damit ein zweistöckiges Barockgebäude, das zuvor dem griechischen Konsul Grigori Kondoianaki gehörte. Dieser Neubau markierte eine Veränderung in der Nutzung und Architektur des Platzes an der Tschaikowski-Straße.
Das Herrenhaus beherbergte einst eine der größten Fabergé-Ei-Sammlungen außerhalb der Zarenfamilie, die in speziellen Vitrinen des Gelben Salons ausgestellt waren. Diese Sammlung spiegelte die kulturelle Bedeutung des Hauses als Treffpunkt für die wohlhabende Gesellschaft der Stadt wider.
Das Gebäude dient heute als Teil der Juristische Fakultät der Staatsuniversität Sankt Petersburg und beherbergt auch ein Restaurant im Untergeschoss. Besucher sollten berücksichtigen, dass der Zugang als akademische Einrichtung begrenzt sein kann und die Öffnungszeiten variieren.
Die Gestaltung des Herrenhauses war ein Gemeinschaftsprojekt von drei verschiedenen Architekten, wobei Vassili Schöne die Fassade entwarf, Vladimir Chagin das Innere gestaltete und Carl Schmidt die Bauarbeiten leitete. Diese ungewöhnliche Zusammenarbeit ermöglichte es, verschiedene spezialisierte Ansätze in einem einzigen Gebäude zu vereinen.
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