Kapelle der Versöhnung, Lutherisches Kirchengebäude in Prenzlauer Berg, Berlin, Deutschland
Die Kapelle der Versöhnung ist ein Kirchengebäude in Oranienburger Vorstadt, das eine ovale Form mit Holzsäulen aufweist und ein Heiligtum aus gepresster Erde und recycelten Materialien enthält. Das Innere wird von ringsum angeordneten Säulen begrenzt und schafft einen klar definierten Andachtsraum.
Nach der Teilung Berlins 1961 stand die ursprüngliche Kirche der Versöhnung isoliert im Todesstreifen der Mauer, bis sie 1985 abgerissen wurde. Die heutige Kapelle wurde später an dieser historisch belasteten Stelle als Gedenkstätte errichtet.
Die Kapelle trägt ihren Namen von den 138 Menschen, die beim Fluchtversuch über die Berliner Mauer ums Leben kamen, und erinnert täglich an ihre Geschichten. Besucher können sich mit diesen Lebensgeschichten auseinandersetzen und einen Ort der Besinnung finden.
Besucher können Dienste von Dienstag bis Freitag mittags besuchen und erleben ein Gebäude mit direktem Zugang zu Fuß. Die geringe Größe macht das Heiligtum einfach zugänglich, auch wenn die umgebende Freifläche bei jedem Wetter besuchbar ist.
Roggenfelder wachsen auf beiden Seiten der Kapelle und verwandeln den ehemaligen Todesstreifen in Ackerland mit Saatgut aus der umgebenden Region. Dieses landwirtschaftliche Projekt zeigt eine friedliche Nutzung des einst gefährlichsten Ortes der Stadt.
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