Eisenbahnbrücke über die Weser, Eisenbahnbrücke in Fürstenberg, Deutschland
Die Eisenbahnbrücke über die Weser ist eine 250 Meter lange Stahlkonstruktion mit fünf gemauerten Bögen aus Solling-Sandstein und einem stählernen Fachwerk. Die Konstruktion verbindet die beiden Ufer des Flusses und zeigt eine Mischung aus Mauerwerk und Stahltechnik aus dem späten 19. Jahrhundert.
Der Bau entstand zwischen 1874 und 1876 durch die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft und verbindung die Bahnlinie des Oberen Ruhrtals mit Holzminden. Nach schweren Bombenschäden 1944 wurde die Brücke wiederhergestellt und diente bis 1984 dem Personenverkehr, bevor sie 1997 endgültig außer Betrieb ging.
Die Brücke trägt den Spitznamen Kennedybrücke zu Ehren von Kapitän James Latimer Kennedy, der nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tod 1946 den Wiederaufbau überwachte. Der Name erinnert an die wichtige Rolle alliierter Truppen beim Wiederaufbau der Region nach Kriegsende.
Der Zugang zur Brücke ist begrenzt, da sie nicht mehr in Betrieb ist, aber man kann sie von verschiedenen Punkten entlang des Flussufers aus betrachten. Beste Aussichtspunkte bieten sich von beiden Flussufern an, und die Gegend um Fürstenberg bietet mehrere Wanderwege, um die Brücke von verschiedenen Perspektiven zu erkunden.
Nur vier Tage nach dem Bombenanschlag 1944 gelang es deutschen Ingenieuren, den Bahnverkehr mit provisorischen Konstruktionen wiederherzustellen. Diese schnelle Reparaturleistung zeigt die technische Kreativität der Zeit und wie wichtig die Eisenbahn für die Infrastruktur war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.