Site minier des Brandes, Mittelalterliche archäologische Stätte bei Alpe d'Huez, Frankreich
Die Fundstätte der Brandes ist eine mittelalterliche Bergbausiedlung auf 1800 Metern Höhe in den französischen Alpen nahe Alpe d'Huez, bestehend aus Ruinen einer Kirche, Schlossresten und etwa 80 Wohnbauten. Der Ort zeigt eine komplette mittelalterliche Siedlungsstruktur mit Bereichen für Erzabbau, Aufbereitung und Wohnquartiere.
Die Siedlung entstand im 12. Jahrhundert, als Silberabbau in dieser Höhe Rentabilität versprach, und wurde vom Lord of Dauphiné kontrolliert. Sie existierte bis zum 14. Jahrhundert und wurde dann aufgegeben, als die wirtschaftlichen Bedingungen für den Bergbau ungünstig wurden.
Der Ort zeigt, wie Menschen hier in der Höhe zusammenleben konnten: Der Platz ist geprägt von den steinernen Überresten einer komplett organisierten Gemeinschaft mit Häusern, die eng beieinander standen. Man sieht noch heute, wie die Bewohner ihre Häuser um die Kirche und die zentralen Bereiche der Bergbauarbeit herum angeordnet haben.
Der Ort ist kostenlos zugänglich mit Informationstafeln, die helfen, die verschiedenen Bereiche zu verstehen. Das beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, wenn das Wetter in der Höhe zuverlässiger ist und Führungen angeboten werden.
Mehrere kleine Kanäle und Becken zum Waschen des Silbererzes sind noch sichtbar und zeigen die technischen Lösungen, die für den Bergbau in dieser extremen Höhe notwendig waren. Diese Wasserkraftanlagen gehören zu den ältesten ihrer Art in Europa.
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