Khirbet Kerak, Archäologische Fundstätte am See Genezareth, Israel
Khirbet Kerak ist ein archäologischer Tell am südwestlichen Ufer des Sees Genezareth im Norden Israels. Die Ausgrabungen legen übereinanderliegende Siedlungsschichten frei, die von der Kupfersteinzeit bis zur Kreuzfahrerzeit reichen.
Die Siedlung erlebte ihren Höhepunkt in der Frühbronzezeit und gehörte damals zu den bedeutendsten Städten der Region. Nach dieser Blütezeit wurde der Ort von aufeinanderfolgenden Kulturen und Herrschern besetzt, bis in die Kreuzfahrerzeit hinein.
Auf dem Gelände sind Reste einer jüdischen Synagoge aus talmudischer Zeit sowie einer byzantinischen Kirche mit Mosaikboden erhalten, die beide heute noch zu besichtigen sind. Diese Überreste zeigen, wie verschiedene Glaubensgemeinschaften denselben Ort über Jahrhunderte hinweg nutzten.
Das Gelände liegt am Seeufer und ist zu Fuß gut erreichbar, wobei festes Schuhwerk wegen des unebenen Untergrunds empfehlenswert ist. Im Sommer kann es sehr heiß werden, daher lohnt es sich, ausreichend Wasser mitzubringen und früh am Tag zu besuchen.
Die Ausgrabungen des Ortes haben einem bestimmten Keramiktyp seinen Namen gegeben: die sogenannte Khirbet-Kerak-Ware, die in der dritten Jahrtausend v. Chr. hergestellt wurde. Diese Töpferwaren tauchen an Fundorten weit außerhalb der Region auf und weisen auf weitreichende Handelskontakte hin.
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