Khirbet Kerak, Archäologische Fundstätte am See Genezareth, Israel
Khirbet Kerak ist ein archäologischer Hügel an der Südwestküste des Sees von Galiläa, der sich etwa 1,2 Kilometer in die Länge und etwa 380 Meter in die Breite erstreckt. Die Ausgrabungen enthüllen mehrere Schichten von Überresten aus verschiedenen Epochen, von der Chalkolithischen Zeit bis zur Kreuzfahrerzeit.
Die Siedlung erlebte ihre Blütezeit in der Frühen Bronzezeit, als sie zur zweitgrößten Stadt der Region nach Jericho wurde. Diese Periode der Entwicklung zeigt die strategische Bedeutung des Ortes als Handelszentrum am See.
Das Gelände enthält Überreste einer jüdischen Synagoge aus der Talmud-Zeit und einer byzantinischen Kirche mit farbigen Mosaiken, die zeigen, wie verschiedene Religionen hier nebeneinander existierten.
Die Ausgrabungsstätte ist leicht zugänglich und bietet klare Wege durch die verschiedenen archäologischen Bereiche. Besucher sollten gutes Schuhwerk tragen und ausreichend Wasser mitnehmen, besonders an heißen Tagen.
Die Stätte ist berühmt für die Produktion von sogenanntem Khirbet Kerak Geschirr im dritten Jahrtausend vor Christus, einer charakteristischen Keramik, die Handelsbeziehungen zu fernen Regionen zeigt. Diese besonderen Gefäße sind heute im Besitz mehrerer Museen und gelten als wichtiges Zeugnis für antike Handelsnetzwerke.
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