Kloster San Vivaldo, Montaione, Renaissance-Kloster und Kalvarienberg in Montaione, Italien.
Das Kloster San Vivaldo ist ein franziskanischer Klosterkomplex aus der Renaissance, der auf einem bewaldeten Hügel bei Montaione in der Toskana liegt. Er besteht aus einer Klosterkirche und einer Reihe von Kapellen, die im Wald verteilt sind und jeweils Terrakottafiguren zu Szenen aus der Passion Christi zeigen.
Der Ort geht auf das Jahr 1320 zurück, als der Franziskanertertiar Vivaldo in einer Baumhöhle auf diesem Hügel lebte und nach seinem Tod hier beigesetzt wurde. Ab dem frühen 16. Jahrhundert errichteten Franziskaner die Kapellen, um heilige Stätten Jerusalems für Pilger nachzubilden, die nicht in das Heilige Land reisen konnten.
Die Kapellen des Komplexes tragen Namen wie Gethsemane, Golgotha oder das Heilige Grab, die Besuchern sofort bekannte biblische Orte ins Gedächtnis rufen. Wer durch den Wald geht und von Kapelle zu Kapelle wechselt, folgt einem Weg, den Pilger seit Jahrhunderten begehen.
Der Komplex liegt inmitten eines Waldes und ist zu Fuß von einem kleinen Parkplatz in der Nähe gut zu erreichen. Es empfiehlt sich, einen Besuch im Voraus zu planen, da die Kapellen nicht immer ohne Führung zugänglich sind.
Die Terrakottafiguren in den Kapellen wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts von Handwerkern aus dem Umkreis von Giovanni della Robbia gefertigt und gelten als seltenes Beispiel für bemalte Skulptur dieser Zeit in der Toskana. Einige Figuren zeigen noch Spuren ihrer ursprünglichen Bemalung, was einen direkten Einblick in die Werkstattpraxis der Frührenaissance gibt.
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