McMurdo-Station, Forschungseinrichtung auf Ross Island, Antarktis
McMurdo Station ist eine Forschungsstation auf Ross Island mit 85 Gebäuden aus Holz und Metall, die sich über felsiges Vulkangelände erstrecken. Schlafsäle, Labore, Werkstätten und ein Gemeinschaftszentrum bilden das Zentrum dieser dauerhaft bewohnten Einrichtung nahe dem Ross-Schelfeis.
Die Station nahm 1956 als Teil der Operation Deep Freeze ihren Betrieb auf und entwickelte sich von einem einfachen Zeltlager zu einer dauerhaften Forschungsbasis. In den folgenden Jahrzehnten wuchs sie zur größten antarktischen Einrichtung und dient heute als logistische Drehscheibe für Expeditionen zum Südpol.
Die Forschungsgemeinde pflegt eine jährliche Neujahrstradition mit Eisbädern und Indoor-Konzerten, die das soziale Leben in der Isolation prägen. Öffentliche Filmvorführungen und eine Bibliothek mit Tausenden von Büchern bieten den Bewohnern Ablenkung während der langen, dunklen Wintermonate.
Das Gelände umfasst drei Landebahnen auf Eis sowie ein schwimmendes Dock aus gefrorenem Süßwasser, die Versorgungsflüge und Gütertransporte ermöglichen. Besucher benötigen eine Genehmigung und finden vor Ort Schutzkleidung, medizinische Betreuung und Notfalleinrichtungen für das extreme Polarklima.
Hier befinden sich zwei funktionierende Geldautomaten, die von einer neuseeländischen Bank betrieben werden und echtes Bargeld in der Antarktis ausgeben. Windturbinen ergänzen Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung und reduzieren den Treibstoffverbrauch bei den ständigen Stürmen um Ross Island.
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