Dongpirang Mural Village, Wandbilddorf in Tongyeong-si, Südkorea
Das Dongpirang Mural Village ist ein Wandbilddorf auf einem Hügel in Tongyeong-si, Südkorea. Die engen, gewundenen Gassen sind von alten, dicht gedrängten Häusern gesäumt, deren Außenwände vollständig mit Gemälden bedeckt sind.
Das Viertel entstand im frühen 20. Jahrhundert als Wohngegend für Fischer und Hafenarbeiter. Um 2007 drohte der Abriss zugunsten neuer Gebäude, doch Bewohner und Künstler begannen, die Hauswände zu bemalen, und retteten das Viertel so vor dem Verschwinden.
Die Wandbilder in Dongpirang entstehen nicht zufällig: Seit dem ersten Malprojekt kommen regelmäßig Künstler aus ganz Korea, um neue Motive auf die Hauswände zu bringen. Besucher können dabei beobachten, wie alte Häuser und lebendige Bilder ganz selbstverständlich nebeneinander existieren.
Der Aufstieg vom Hafen Gangguan dauert zu Fuß etwa 10 bis 15 Minuten; bequemes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege steil und teils gepflastert sind. Der Besuch ist kostenlos und der Ort das ganze Jahr über zugänglich; für gutes Licht empfiehlt sich der späte Nachmittag.
Das Viertel sollte ursprünglich komplett abgerissen werden, und genau das rettete es: Künstler bewarben sich öffentlich darum, die Wände bemalen zu dürfen, um die Abrisspläne zu stoppen. Seitdem werden die Wandbilder alle paar Jahre durch neue ersetzt, sodass keine zwei Besuche genau gleich sind.
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