Caponnière, Militärbunker am Place des Halles, Straßburg, Frankreich
Die Caponnière ist eine zylindrische Betonstruktur unter dem Stadtzentrum mit mehreren Kammern, die für Verteidigungszwecke konzipiert sind. Der unterirdische Bau erstreckt sich über eine beträchtliche Fläche und zeigt typische Merkmale militärischer Ingenieurskunst aus dieser Epoche.
Der Bau entstand 1937 unter der Leitung des Architekten Paul Dopff und diente zunächst als Medizinanlage während des Krieges. Später wurde die Struktur von den Deutschen als Militärinstallation übernommen und umgewidmet.
Die Inschriften an den Wänden stammen aus der Zeit der deutschen Besatzung zwischen 1940 und 1944, was die wechselnde militärische Kontrolle über Straßburg widerspiegelt. Diese Spuren erzählen von einer schwierigen Zeit in der Geschichte der Stadt.
Der Zugang zum Bunker ist aufgrund von Asbest und Blei im Gebäude beschränkt und erfordert spezielle Genehmigungen. Besucher sollten sich im Voraus informieren und die Sicherheitsrichtlinien beachten.
Der unterirdische Raum wird heute als Pilzzucht genutzt, wo sehbehinderte Arbeiter organische Pilze anbauen. Diese ungewöhnliche Nutzung zeigt, wie alte Kriegsanlagen neues Leben bekommen können.
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