Chefchaouen Medina, Kulturerbestätte in Chefchaouen, Marokko
Die Chefchaouen Medina ist ein Altstadtviertel mit engen Gassen und Hauser, die in verschiedenen Blautonungen gestrichen sind, zwischen zwei Gipfeln des Rif-Gebirges gelegen. Das Viertel besteht aus verschlungenen Wegen, kleinen Platzen und niedrigen Hausern mit typschen nordafrikanischen Merkmalen wie flachen Dachern und zentralen Hofanlagen.
Die Medina wurde 1471 als Befestigung gegen portugiesische Invasionen gegrundet und entwickelte sich in der Folge zu einem Zufluchtsort fur aus Spanien vertriebene Muslime und Juden wahrend der Reconquista. Das Viertel wuchs zu einer wichtigen Stadt, weil religiose und politische Fluchtlinge hier Sicherheit fanden und sich niederlieben.
Die Medina bewahrt Elemente der andalusischen Architektur, die in den Innenhöfen, Torbögen und Dekorationen sichtbar sind. Handwerker zeigen ihre Arbeit in kleinen Läden, wo man Textilien, Lederarbeiten und geschnitzte Objekte sieht, die nach alten Methoden hergestellt werden.
Das Viertel ist ideal zum Erkunden zu Fuss; der Plaza Uta El Hammam neben der Kasbah dient als Orientierungspunkt und Ausgangspunkt fur die Erkundung. Da die Gassen sehr eng sind und sich ahneln, sollte man bei mehreren Abbiegungen langsam gehen oder zur Hauptflache zuruckkehren, um die Orientierung nicht zu verlieren.
Die blaue Farbe, die heute uberall sichtbar ist, wurde in den 1930er Jahren von judischen Bewohnern eingefuhrt und wird bis heute von den Anwohnern regelmassig erneuert, um das Erscheinungsbild zu bewahren. Dieser Brauch hat sich so stark verfestigt, dass viele Besucher annehmen, die Farbe sei eine uralte Tradition, obwohl sie tatsachlich eine relativ moderne Erganzung ist.
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