New York Café, Belle Époque Café in Erzsébetváros, Budapest, Ungarn
Das New York Café ist eine Belle-Époque-Kaffeestube im Erdgeschoss eines vierstöckigen Palastgebäudes mit italienischer Renaissancearchitektur. Innen finden sich Marmorsäulen, spiral verlaufende Treppen, vergoldete Oberflächen, bronzene Details und bemalte Decken, die einen opulenten Eindruck hinterlassen.
Die Kaffeestube entstand 1894 als Teil des Verwaltungsgebäudes der New York Life Insurance Company und wurde schnell zu einem Treffpunkt der Bücher- und Kunstszene. Diese Rolle behielt sie bis zum Zweiten Weltkrieg, der vieles in Budapest veränderte und auch das kulturelle Leben dieser Institution unterbrach.
Der Ort war lange Zeit ein Treffpunkt für Schriftsteller und Künstler, die hier ihre Werke diskutierten und Kontakte knüpften. Die Tradition der künstlerischen Zusammenkünfte hat den Charakter des Cafés bis heute geprägt und lockt weiterhin Besucher an, die diese literarische Geschichte nachvollziehen möchten.
Der Ort funktioniert mit und ohne Reservierung je nach Tageszeit: morgens und nachmittags kann man einfach vorbeigehen und sich einen Platz suchen. Nach 18 Uhr ist es sinnvoll, im Voraus einen Tisch zu reservieren, um sicherzugehen, dass man einen Platz bekommt.
Das Interieur wird durch 16 venezianische Kronleuchter und rote Marmorbrustwehren geprägt, die aus einer Zeit stammen, als solche Materialien ein Zeichen großen Wohlstands waren. Die Deckenmalereien erzählen mythologische Geschichten und zeigen die kunsthandwerklichen Fähigkeiten jener Epoche.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.