Grünes Tor, Stadttor und Museum am Długi Targ, Danzig, Polen
Das Grüne Tor ist ein Renaissance-Stadttor aus dem 16. Jahrhundert, das die Lange Gasse in Danzig zur Mottlau hin abschließt und vier breite Durchgänge für den Durchgangsverkehr bietet. Das Gebäude erstreckt sich über mehrere Stockwerke, die von reich verzierten Giebeln, Reliefs und Skulpturen gekrönt werden.
Das Grüne Tor wurde zwischen 1564 und 1568 erbaut und ersetzte ein älteres mittelalterliches Torgebäude, das den Zugang zum Stadthafen kontrollierte. Die Architekten Regnier und Hans Kramer orientierten sich an flämischen Vorbildern, was dem Bau ein unverwechselbares Aussehen verlieh, das in Polen damals selten war.
Das Grüne Tor trägt seinen Namen wegen der ursprünglich grün gestrichenen Holztüren, die die vier Durchgänge verschlossen. Heute beherbergt das Gebäude wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, die sich im Kontrast zu den verzierten Renaissancefassaden besonders gut abheben.
Das Grüne Tor liegt am Ende der Langen Gasse und direkt am Mottlau-Ufer, sodass es sich leicht zu Fuß von der Altstadt aus erreichen lässt. Das Innere ist als Museum zugänglich; ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang entlang der Uferpromenade verbinden.
Obwohl das Gebäude ursprünglich als königliche Residenz geplant war, hat nur eine einzige Monarchin es je bewohnt: Königin Marie Louise Gonzaga übernachtete dort 1646 auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit König Władysław IV. Seitdem diente das Gebäude nie wieder als Unterkunft für einen Herrscher.
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