Vivier Maritime gallo-romain, Archäologische Stätte nahe Roquebrune-sur-Argens, Frankreich.
Das Vivier Maritime gallo-romain ist eine Fischzuchtanlage aus der Römerzeit, die aus mehreren durch niedrige Mauern geteilten Becken besteht. Die Gesamtanlage erstreckt sich über eine beträchtliche Länge und zeigt die typische Struktur einer Lagerstätte für lebende Fische.
Die Anlage entstand in der römischen Zeit und diente als Lagerstätte für lebende Fische, die später zu Garum-Sauce verarbeitet wurden. Sie war Teil des wirtschaftlichen Systems, das frische Fische von der Küste ins Landesinnere brachte.
Der Name des Ortes bezieht sich auf seine ursprüngliche Funktion als Fischbecken, in dem Fische gelagert wurden, bevor sie weiterverarbeitet wurden. Besucher können heute noch die Grundstruktur der Becken sehen, die zeigt, wie diese Anlage im Alltag der Römer eine wichtige Rolle spielte.
Der Ort befindet sich in einer ländlichen Gegend, die über Straßen zugänglich ist, und es ist ratsam, mit dem Auto anzureisen. Die Überreste sind teilweise unter freiem Himmel sichtbar, daher sollte man bei Regen oder intensiver Sonne angemessene Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Die Anlage wurde bewusst mehrere hundert Meter von römischen Wohnhäusern entfernt errichtet, um die anwohnende Bevölkerung vor den intensiven Gerüchen der Fischverarbeitung zu schützen. Dies zeigt, wie die Römer bereits Rücksicht auf Lebensqualität nahmen, wenn praktische Industrien betrieben wurden.
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