Ueno Ameyoko Shopping Street, Einkaufsstraße unter den Eisenbahnschienen in Ueno, Japan.
Der Ame Yocco Market ist eine überdachte Einkaufspassage in Ueno, Tokio, die unter den Bahngleisen zwischen den Stationen Ueno und Okachimachi verläuft. Entlang des Korridors reihen sich Fischläden, Kleidergeschäfte, Accessoire-Händler und Stände mit regionalen Spezialitäten aneinander.
Der Markt entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem informellen Schwarzmarkt, auf dem amerikanische Waren in den Trümmern der Stadt gehandelt wurden. Im Jahr 1946 wurde er als offizieller Einkaufsbezirk eingetragen und spiegelt seitdem Tokios Wiederaufbau wider.
Der Markt verdankt seinen Namen einem Süßwarenverkäufer, der einst in der Passage stand. Einige Händler praktizieren noch heute das sogenannte Tatakiuri: Sie klopfen mit einem Stock auf Kisten, während sie Tüten befüllen, und sprechen laut mit den Kunden.
Der Korridor kann an beiden Enden betreten werden: beim Shinobazu-Ausgang des Bahnhofs JR Ueno oder beim Bahnhof JR Okachimachi. An Wochentagen ist es ruhiger, sodass man einfacher von Laden zu Laden schlendern kann.
Viele der kleinen Läden werden von denselben Familien betrieben, die sie seit den Nachkriegsjahren geführt haben. Wer genau hinsieht, entdeckt handgeschriebene Preisschilder und selbst gemachte Auslagen, die in modernen Einkaufspassagen längst verschwunden sind.
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