Taiwan Strait, Meerespassage zwischen Festlandchina und Taiwan.
Die Taiwanstraße ist eine Meerenge zwischen dem Festland China und Taiwan und verbindet die Südchinesische See mit der Ostchinesischen See. Das Gewässer erstreckt sich über etwa 330 Kilometer in Nordost-Südwest-Richtung und erreicht Tiefen von rund 70 Metern.
Portugiesische Seefahrer entdeckten diese Meerenge im 16. Jahrhundert und benannten die benachbarte Insel Formosa, was den frühen europäischen Kontakt mit der Region markierte. Diese Begegnung leitete eine Phase der europäischen Präsenz in der östlichen Asienroute ein.
Die Meerenge trennt zwei unterschiedliche Verwaltungsregionen und prägt die lokalen Fischereipraktiken sowie die maritimen Traditionen beider Seiten. Diese natürliche Grenze beeinflusst bis heute, wie Fischer und Bootsführer ihre tägliche Arbeit organisieren.
Die Meerenge ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsstraßen mit täglich etwa 400 Schiffen, die Erdöl, Erdgas und Handelsgüter zwischen ostasiatischen Ländern transportieren. Besucher können die Schifffahrtsaktivität von verschiedenen Küstenorten aus beobachten.
Das Penghu-Archipel mit 64 vulkanischen Inseln liegt innerhalb der Meerenge, etwa 120 Kilometer vom Festland entfernt und steht unter taiwanesischer Verwaltung. Diese Inselgruppe ist ein oft übersehener Teil des Gebietes, der Besucher mit einer besonderen Landschaft und Geschichte lockt.
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