Oppidum de Montjean, Eisenzeitliche Höhenbefestigung in La Môle, Frankreich
Das Oppidum de Montjean ist eine antike Höhenbefestigung aus der Eisenzeit in La Môle, im Département Var in Frankreich, auf rund 460 Meter Höhe gelegen. Die erhaltenen Strukturen bestehen aus Trockensteinmauern, und das Gelände ist heute als historisches Denkmal eingetragen.
Das Oppidum de Montjean wurde von den Ligurern errichtet, einem Volk, das vor mehr als zwei Jahrtausenden in dieser Region lebte, wahrscheinlich zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Ausgrabungen zwischen 1963 und 1979 brachten lokale und importierte Keramik zutage, die auf Handelsbeziehungen mit der griechischen Welt hinweisen.
Die Trockensteinmauern des Oppidum de Montjean sind noch gut erkennbar und geben einen konkreten Eindruck davon, wie ligurische Siedlungen gebaut wurden. Funde von importierter phokäischer Keramik zeigen, dass dieser Ort in ein weiträumiges Handelsnetz eingebunden war, das bis ins östliche Mittelmeer reichte.
Der Standort liegt auf einem bewaldeten Hügel und ist zu Fuß erreichbar, wobei festes Schuhwerk empfohlen wird. Die dichte Vegetation kann die Sicht auf manche Mauerreste einschränken, weshalb ein Besuch in vegetationsarmen Jahreszeiten leichter fällt.
Obwohl der Ort von Ligurern erbaut wurde, weisen die Funde auf engen Kontakt mit griechischen Händlern aus Phokaia hin, einer Stadt an der heutigen türkischen Küste. Diese Verbindung zeigt, dass dieses abgelegene Bergdorf an einem weitreichenden Handelsnetz beteiligt war, das Wein und andere Güter über das westliche Mittelmeer transportierte.
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