Temelín Nuclear Power Plant
Das Kernkraftwerk Temelín ist eine Stromerzeugungsanlage in der Nähe des Dorfes Temelín in Südböhmen, Tschechische Republik. Die Anlage besteht aus zwei großen Reaktorblöcken mit massiven Betongebäuden und grauen Kühltürmen, die über 150 Meter (492 feet) in die Höhe ragen und kontinuierlich Wasserdampf abgeben.
Der Bau begann Ende der 1980er Jahre nach Planungen, die in den frühen 1980er Jahren in der Tschechoslowakei entstanden waren. Die Arbeiten wurden nach dem Unfall von Tschernobyl unterbrochen und erst im frühen 21. Jahrhundert abgeschlossen, als beide Reaktoren schließlich mit der Stromproduktion begannen.
Der Name Temelín stammt vom gleichnamigen Dorf, das in der Nähe liegt und von den Bewohnern der Region weiterhin als Orientierungspunkt genutzt wird. Die Kühltürme sind zu einem vertrauten Teil der Landschaft geworden, und ihre sanft aufsteigenden Dampfwolken gehören zum Alltag der umliegenden Orte.
Ein Informationszentrum in der Nähe der Anlage bietet Erklärungen zu den Reaktoren und Sicherheitsmaßnahmen, obwohl der Zugang zu bestimmten Bereichen aus Sicherheitsgründen eingeschränkt ist. Die Umgebung ist gut gepflegt und das Gelände kann bei Tageslicht besichtigt werden, wobei die Kühltürme bei Sonnenuntergang besonders gut sichtbar sind.
Nach dem Unfall in Fukushima durchlief die Anlage strenge Belastungstests, bei denen geprüft wurde, wie gut sie extremen Wetterbedingungen standhalten kann. Satellitenbilder zeigen, dass sich die Bodentemperatur und Feuchtigkeit in der Umgebung seit dem Bau der Anlage messbar verändert haben.
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