Beobachtungsstation Las Campanas, Astronomisches Observatorium in der Nähe von La Serena, Chile
Das Observatoire de Las Campanas ist eine astronomische Forschungseinrichtung in der Atacama-Wüste, nahe La Serena im Norden Chiles, auf etwa 2500 Metern Höhe gelegen. Es beherbergt mehrere Teleskope, darunter zwei Magellan-Teleskope mit einem Spiegeldurchmesser von jeweils 6,5 Metern, die von der Carnegie Institution of Washington betrieben werden.
Das Observatorium wurde in den 1960er Jahren von der Carnegie Institution of Washington gegründet und 1971 offiziell eröffnet. Im Laufe der Jahrzehnte wurden neue Instrumente hinzugefügt, und die Anlage entwickelte sich zu einem der führenden Standorte für astronomische Forschung auf der südlichen Halbkugel.
Das Observatorium trägt seinen Namen nach den glockenförmigen Felsen, die in der Nähe zu finden sind. Wer das Gelände besucht, bemerkt schnell, wie stark das Leben hier auf den Rhythmus der Nacht ausgerichtet ist: Tagsüber ist alles auf Ruhe und Vorbereitung eingestellt, damit nachts die Instrumente ungestört arbeiten können.
Das Observatorium liegt abseits der Stadt in einer trockenen Gebirgsregion, weshalb eine eigene Anreise empfohlen wird. Besuche sind meist im Rahmen von geführten Touren möglich, die tagsüber stattfinden, aber auch Abendsessions umfassen können.
Auf dem Gelände befindet sich bereits ein Teil der Infrastruktur für das Giant Magellan Telescope, ein Projekt, das einen aus sieben Segmenten zusammengesetzten Spiegel nutzen soll, der gemeinsam eine Fläche von über 24 Metern Durchmesser abdeckt. Dieses Instrument soll es ermöglichen, Objekte zu beobachten, die bisher mit keinem anderen Teleskop der Welt sichtbar waren.
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