Vicolo Baciadonne, Fußgängerpassage in Città della Pieve, Italien
Das Vicolo Baciadonne ist ein sehr schmaler Fußgängerdurchgang im historischen Zentrum von Città della Pieve, einem mittelalterlichen Ort in Umbrien. Die Gasse verläuft zwischen alten Steinmauern und ist so eng, dass zwei Personen nicht nebeneinander hindurchgehen können.
Das Gässchen entstand im Mittelalter, als die Häuser dicht aneinandergebaut wurden und schmale Durchgänge als Verbindungen zwischen den Wohngebäuden dienten. Im Laufe der Zeit verlor es seine ursprüngliche Funktion als alltäglicher Weg und wurde zu einem bekannten Ort im Stadtbild.
Der Name des Gässchens bedeutet wörtlich "Gasse der Frauenküsse". Die Legende besagt, dass die Enge des Durchgangs früher zufällige Begegnungen zwischen jungen Leuten begünstigte, was ihm seinen romantischen Ruf eingebracht hat.
Das Gässchen befindet sich im ältesten Teil des Stadtzentrums und ist gut zu Fuß zu erreichen. Es empfiehlt sich, es zu einer ruhigen Tageszeit zu besuchen, zum Beispiel am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn weniger Besucher unterwegs sind.
Ein anderer Überlieferung zufolge soll der Durchgang nicht durch romantische Begegnungen entstanden sein, sondern durch einen Streit zwischen zwei Nachbarn, die sich weigerten, gemeinsam Platz zu lassen. Am Ende der Gasse öffnet sich der Blick auf das Val di Chiana, was viele Besucher überrascht.
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