Grestain Abtei, Klosterruinen in Fatouville-Grestain, Normandie, Frankreich
Die Abbaye de Grestain ist ein Kloster aus dem 11. Jahrhundert in Fatouville-Grestain, heute nur noch als Ruine erhalten. Von den ursprünglichen Gebäuden stehen noch einige Steinmauern, ein Tor aus dem 13. Jahrhundert und Teile der Kirchenanlage.
Die Abtei wurde um 1050 von Herluin de Conteville gegründet, dem Stiefvater Wilhelms des Eroberers, und diente von Anfang an als Grablege der Familie. Im Jahr 1358 wurde das Kloster von englischen Soldaten angegriffen und stark beschädigt, woraufhin die Mönche fliehen mussten.
Der Name Grestain leitet sich vom lateinischen Wort für Graustein ab, was die lokale Bautradition widerspiegelt. Die Steine der Ruinen tragen an manchen Stellen noch alte Einmeißelungen, die an die ursprüngliche Funktion des Ortes erinnern.
Die Ruinen befinden sich auf einem Privatgelände, das der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Zufahrt erfolgt über kleine Landstraßen, sodass es empfehlenswert ist, zu Fuß oder mit dem Fahrrad anzureisen, da die Parkmöglichkeiten begrenzt sind.
Für über 700 Jahre wurde die Abtei von Mönchen aus dem benachbarten Kloster Saint-Wandrille bewohnt, die auch fischten und jagten, was für Mönche eher ungewöhnlich war. Außerdem soll Arlette, die Mutter Wilhelms des Eroberers, hier begraben sein, obwohl ihr Name in keinem der Stiftungsdokumente als Wohltäterin auftaucht.
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