Kapelle des Grüns, Kapelle in Équemauville, Frankreich
Die Chapelle de Verdure, auch als Notre-Dame-de-Grâce bekannt, ist eine kleine Steinkapelle auf einem Hügel in Équemauville, Normandie, mit Blick auf Honfleur und die Mündung der Seine. Sie hat einen schlichten quadratischen Turm mit Glocken und Buntglasfenster im Inneren.
Eine erste Kapelle an diesem Ort soll auf das Jahr 1023 zurückgehen, als Richard II., Herzog der Normandie, nach dem Überleben eines Sturms ein Gelübde ablegte. Das heutige Gebäude wurde zwischen 1600 und 1615 errichtet, nachdem ein Erdrutsch im Jahr 1538 den ursprünglichen Bau zerstört hatte.
Im Inneren der Chapelle de Verdure hängen zahlreiche Ex-Votos an den Wänden: Schiffsmodelle, Gemälde und kleine Tafeln, die Seeleute als Dank für ihre Rettung hinterließen. Diese Objekte zeigen, wie eng die Kapelle mit dem Seefahrtsleben der Region verbunden war und noch heute ist.
Die Kapelle ist jeden Tag zugänglich und eignet sich für einen kurzen Besuch zu jeder Tageszeit. Der Aufstieg zum Hügel erfordert etwas Gehbereitschaft, bietet aber von oben einen weiten Blick über die Umgebung.
Als ein Erdrutsch im Jahr 1538 die ursprüngliche Kapelle begrub, soll der dem Altar gewidmete Teil der Jungfrau Maria aufrecht stehen geblieben sein, während alles andere einstürzte. Der Maler Claude Monet besuchte später die Gegend um Honfleur und malte diese Kapelle, was zeigt, wie sehr das schlichte Gebäude auch Künstler anzog.
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