Friedhof Grenelle, Friedhof im 15. Arrondissement, Paris, Frankreich
Der Cimetière de Grenelle ist ein aktiver Friedhof in der Rue Saint-Charles im 15. Arrondissement von Paris, nahe der Rue Cauchy. Er hat eine rechteckige, flache Form, mit kreuzförmigen Wegen, die von alten Kastanienbäumen gesäumt werden.
Der Friedhof wurde 1835 angelegt, als Grenelle noch eine eigenständige Gemeinde war und seine Einwohner zuvor auf dem Friedhof von Vaugirard beerdigt wurden. Nach der Eingemeindung in Paris im Jahr 1860 wurde der Friedhof Teil der Stadt.
Das Wort "Grenelle" geht auf das altfranzösische Wort "garenne" zurück, das eine Art Wildgehege bezeichnete. Heute ist der Friedhof ein Ort, an dem die Gräber einfacher Handwerker neben denen von Bildhauern und Architekten liegen, was an das frühere Dorfleben erinnert.
Der Eingang befindet sich in der Rue Saint-Charles, und der Friedhof ist klein genug, um ihn in etwa einer Stunde zu Fuß zu erkunden. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch einen Plan der Gräber herunterzuladen, um bestimmte Grabmäler leichter zu finden.
Das Grabmal der Familie Violet, benannt nach dem Geschäftsmann, der das Viertel Grenelle mitgründete, enthält laut Überlieferung gar nicht seine sterblichen Überreste, denn er soll auf dem Père-Lachaise beerdigt sein. Der Bildhauer Marius Rémondot schuf für sein eigenes Familiengrab eine Marmorstatue einer weinenden Frau, die zu den auffälligsten Skulpturen des Friedhofs gehört.
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