Passage du Gois, Überschwemmbare Straße in der Vendée, Frankreich
Der Passage du Gois ist eine etwa 4,5 km lange Straße, die die Insel Noirmoutier mit dem Festland bei Beauvoir-sur-Mer verbindet. Die Fahrbahn liegt auf dem Meeresgrund und ist nur bei Ebbe sichtbar, während sie bei Flut vollständig unter Wasser verschwindet.
Die Strecke wird nachweislich seit Jahrhunderten von Fischern und Händlern genutzt, die auf die Insel gelangten, bevor eine feste Verbindung existierte. Erst 1971 wurde eine Brücke gebaut, die Noirmoutier dauerhaft mit dem Festland verbindet.
Vor jeder Querung sollten die aktuellen Gezeitenzeiten unbedingt geprüft werden, da das Fenster für eine sichere Passage eng ist. Entlang der Strecke stehen Notfallpfosten bereit, die als Orientierungs- und Zufluchtspunkte dienen, falls das Wasser schneller steigt als erwartet.
Der Name 'Gois' geht auf ein altes Wort zurück, das so viel bedeutet wie 'mit nassen Füßen gehen', was die Erfahrung der Überquerung treffend beschreibt. Jedes Jahr im Juni findet hier ein Laufwettbewerb statt, bei dem die Teilnehmer versuchen, das andere Ufer zu erreichen, bevor die Flut die Strecke überschwemmt.
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