Quartier Montorgueil, Stadtviertel im Zentrum von Paris, Frankreich
Das Quartier Montorgueil ist ein zentrales Wohnviertel in Paris, das sich um die gleichnamige Fußgängerzone erstreckt. Die Straße ist gesäumt von Bäckereien, Fischhändlern, Cafés und kleinen Geschäften, die sich in alten Gebäuden mit verzierten Fassaden befinden.
Das Viertel war seit dem Mittelalter ein wichtiges Handelszentrum von Paris, wo Fisch, Fleisch und Gemüse verkauft wurden. Die ersten Markthallen entstanden im frühen 12. Jahrhundert, und das Gebiet blieb bis ins 20. Jahrhundert ein Lebensmittelzentrum, bis der Großhandelsmarkt 1969 nach Rungis verlegt wurde.
Der Name Montorgueil bedeutet so viel wie 'Berg des Stolzes' und wurde ursprünglich mit einem Augenzwinkern vergeben, weil sich dort früher Abfallhügel auftürmten. Heute erinnern viele Straßennamen wie Rue de la Ferronnerie an die alten Handwerkszweige, die das Viertel einst prägten.
Das Viertel lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die meisten Straßen rund um die Rue Montorgueil für den Autoverkehr gesperrt sind. Die umliegenden Metrostationen der Linien 3 und 4 bieten einfachen Zugang aus allen Teilen der Stadt.
In der Rue Etienne Marcel Nr. 20 ist noch ein Abschnitt der mittelalterlichen Stadtmauer von Philippe Auguste aus dem 12. Jahrhundert erhalten, der in eine Hausfassade integriert ist und kaum auffällt. Unweit davon befindet sich der Tour Jean Sans Peur, ein kleiner Turm aus dem frühen 15. Jahrhundert, der zu einem ehemaligen Palast der Herzöge von Burgund gehörte.
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