Haus des Menander, Historische Stätte in Pompeji, Italien
Das Haus des Menander ist eine der größten erhaltenen Privatvillen in Pompeji, Italien, und gehört heute zu den historischen Stätten der Stadt. Es umfasst einen zentralen Eingangsbereich mit einem Wasserbecken, einen von Säulen im dorischen Stil umgebenen Garten, Speisezimmer, Baderäume und Wirtschaftsräume.
Das Haus entstand etwa im 2. Jahrhundert v. Chr. und wurde über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und neu gestaltet, besonders in der augusteischen Zeit. Bei der Eruption des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. wurde es verschüttet und erst in den Jahren 1926 bis 1932 systematisch ausgegraben.
Im hinteren Teil des Hauses befindet sich ein kleines Zimmer mit einem Fresko des griechischen Dichters Menander, das dem Haus seinen Namen gegeben hat. Es zeigt einen Mann beim Lesen, was zeigt, wie sehr die Bewohner griechische Literatur und Bildung schätzten.
Die Stätte befindet sich im archäologischen Park von Pompeji und ist am besten zu Fuß erkundbar, da die Räume direkt zugänglich sind. Ein Besuch am Vormittag lohnt sich, da das Licht zu dieser Zeit besser in die Innenräume fällt und die Mosaike und Fresken gut sichtbar sind.
Bei der Ausgrabung des Hauses wurden Gipsabgüsse von zwölf Menschen gefunden, die offenbar nach der Eruption versuchten, Wertgegenstände zu stehlen, jedoch vom Vulkanausbruch überrascht wurden. Zudem wurde ein Schatz von 118 Silberobjekten entdeckt, sorgfältig in Stoff gewickelt und in einem Holzschrank versteckt.
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