Abadan, Stadt im Südwesten des Iran
Abadan ist eine Stadt im Südwesten des Iran, auf einer von Flüssen umgebenen Halbinsel in der Provinz Khuzestan. Sie liegt nahe der Grenze zum Irak und nicht weit vom Persischen Golf entfernt, an der Arvand-Wasserstraße und dem Bahmanshir-Arm des Karun-Flusses.
Abadans Wachstum begann Anfang des 20. Jahrhunderts, als eine britische Ölgesellschaft hier eine Raffinerie baute und die Stadt zu einem wichtigen Zentrum der globalen Ölindustrie machte. Im Iran-Irak-Krieg der 1980er Jahre wurde die Stadt schwer getroffen, fast vollständig evakuiert und in weiten Teilen zerstört.
Abadan war einst für seinen weltoffenen Alltag bekannt, in dem Kirchen neben Moscheen standen und Menschen aus dem Iran, aus Indien, Armenien und anderen Ländern zusammenlebten. Dieser Alltag spiegelt sich noch heute in kleinen Details wider, etwa in der Architektur einiger älterer Viertel, wo britische Backsteingebäude neben iranischen Häusern stehen.
Die beste Reisezeit nach Abadan ist der Herbst oder Winter, wenn die Hitze nachlässt, da die Sommer extrem heiß sein können. Ein Besuch des Kriegsmuseums und ein Spaziergang durch die älteren Viertel sind gute Ausgangspunkte, um die Stadt kennenzulernen.
Die älteste Ölraffinerie des Iran steht noch immer in Abadan und gehört heute zu den größten Exportraffinerien der Welt. In den Anfangsjahren trugen die Straßen der Stadt englische Namen, darunter eine nach dem Londoner Piccadilly Circus.
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