Klosterkirche, Stiftskirche in Obermarsberg, Deutschland
Die Stiftskirche in Obermarsberg ist eine mittelalterliche Kirche im Stadtteil Obermarsberg der nordrhein-westfälischen Stadt Marsberg. Sie hat einen achteckigen Turm mit spitzer Laterne, ein dreischiffiges Langhaus und Rippengewölbe an der Decke.
Die Kirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt, als die Stadtbewohner einem Bischof gelobten, sie nach einem Umzug in einen neuen Stadtteil zu errichten. Ein heftiger Sturm im 19. Jahrhundert zerstörte die Turmspitze, die später durch eine flache, runde Kuppel ersetzt wurde.
Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron der Kaufleute, was auf eine bedeutende Handelsvergangenheit des Ortes hinweist. Im Innern erzählen Glasfenster aus dem 19. Jahrhundert die Geschichte der Bekehrung Herzog Widukinds zum Christentum.
Die Kirche befindet sich im Zentrum von Obermarsberg und ist vom Ortskern aus gut zu Fuß erreichbar. An Wochentagen ist es ruhiger, sodass man das Innere in aller Ruhe besichtigen kann.
In eine der Kirchenmauern sind drei große Steinköpfe eingehauen, die Figuren wie Karl den Großen und Otto I. darstellen sollen. Dieses seltene Detail verbindet das Gebäude direkt mit den Herrschern, die die Region im frühen Mittelalter prägten.
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