Gunnuhver Volcano, Vulkan auf der Halbinsel Reykjanes, Island
Gunnuhver ist ein geothermisches Gebiet auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands, das brodelnde Schlammtümpel und zischende Dampfquellen aufweist. Der Boden ist dunkel und rissig, das Erdreich durch Mineralien in Gelb-, Orange- und Grautönen gefärbt, und Dampfwolken steigen ständig aus Spalten in der Erde auf.
Das Gebiet ist seit Jahrhunderten geothermisch aktiv, doch die Aktivität der Schlammtümpel und Dampfquellen nahm im Jahr 2006 deutlich zu, als in der Umgebung mit der Nutzung des geothermischen Reservoirs für die Energiegewinnung begonnen wurde. Der Ort liegt zudem im Herzen eines Geoparks auf der Reykjanes-Halbinsel, die sich genau über dem Mittelatlantischen Rücken befindet, wo sich die nordamerikanische und die eurasische Platte langsam voneinander entfernen.
Gunnuhver trägt den Namen einer Frau namens Gunna, deren Geist der Legende nach jahrhundertelang in der Gegend umherging. Einem Priester soll es gelungen sein, ihren Geist in die kochenden Quellen zu locken, wo er für immer verschwand.
Die Wege rund um die Schlammbecken und Dampfquellen sind gut ausgeschildert und mit erhöhten Holzstegen ausgestattet, die einen sicheren Blick aus der Nähe ermöglichen. Es ist wichtig, die markierten Wege nicht zu verlassen, da der Boden außerhalb dieser Bereiche sehr heiß und instabil sein kann.
Der größte Schlammtümpel Islands befindet sich hier und misst rund 20 Meter im Durchmesser. Er kocht ununterbrochen und produziert dabei so laute Geräusche, dass man sie bereits hört, bevor man ihn sieht.
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