Bulgarisches Patriarchat – Synodalpalast, Gebäude und Touristenattraktion in Sofia, Bulgarien
Der Synodal-Palast in Sofia ist ein Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert im Zentrum der Stadt, das als Sitz der Heiligen Synode der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche dient. Es wurde von den Architekten Petko Momchilov und Jordan Milanov im Stil des nationalen Romantizismus entworfen, mit gerundeten Bögen, farbigen Fliesen und einer klar gegliederten Fassade aus hellem Stein und Backsteinakzenten.
Der Palast wurde zwischen 1904 und 1910 errichtet, kurz nach der bulgarischen Unabhängigkeit, um der Kirchenverwaltung ein festes Zuhause zu geben. Über dem Haupteingang sind Porträts dreier Bischöfe zu sehen, die für die Unabhängigkeit der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche von Konstantinopel im 19. Jahrhundert kämpften.
Der Palast trägt keramische Dekorationen an seiner Fassade, die von Handwerkern in einem Stil geschaffen wurden, der byzantinische und bulgarisch-nationale Elemente verbindet. Vor dem Gebäude steht ein Denkmal für Hilarion Makariopolski, einen der Protagonisten der bulgarischen Kirchenunabhängigkeit, das Passanten täglich ins Auge fällt.
Der Palast liegt am Osvobozhdenie-Platz im Zentrum Sofias, in der Nähe der Alexander-Newski-Kathedrale, und ist zu Fuß gut erreichbar. Da das Gebäude auch aktiv genutzt wird, empfiehlt es sich, ruhig und respektvoll aufzutreten, besonders wenn man den Innenhof oder die Kapelle besucht.
Der Innenhof des Palastes wurde nach dem Vorbild italienischer Palastgärten angelegt und war einst mit Skulpturen geschmückt, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Heute sind die Wege und Bäume noch vorhanden, aber die leeren Sockel erinnern an das, was einmal dort stand.
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