Blaundos, Antike Stadt im Bezirk Ulubey, Uşak, Türkei
Blaundos ist eine antike Stadt auf einem felsigen Hügel im Bezirk Ulubey in Uşak, in der westlichen Türkei, umgeben von tiefen Schluchten, darunter dem Ulubey-Canyon. Die Anlage umfasst Reste eines Theaters, eines Stadions, von Tempeln, einer Basilika sowie einer ausgedehnten Nekropole mit rund 400 Felsgräbern.
Blaundos wurde um 300 v. Chr. von makedonischen Siedlern während der Herrschaft von Alexanders Nachfolgern gegründet und lag strategisch zwischen Lydien und Phrygien. Im Laufe der Jahrhunderte stand die Stadt unter römischer und byzantinischer Herrschaft und wurde bis etwa ins 12. Jahrhundert bewohnt, als sie schließlich verlassen wurde.
Das Grab-Viertel der Stadt, die sogenannte Nekropole, zieht viele Besucher an. Die Felsen sind dort von Hand bearbeitet worden, und die Schnitzereien zeigen Weinreben, Trauben und Blumen, was zeigt, welche Pflanzen und Symbole den Menschen wichtig waren.
Blaundos liegt einige Kilometer von der Hauptstraße entfernt im Bezirk Ulubey und ist mit einem eigenen Fahrzeug am besten erreichbar. Das Gelände ist offen und uneben, daher sind festes Schuhwerk und genügend Wasser unbedingt empfehlenswert.
Bei jüngsten Ausgrabungen wurde ein Siegel aus der Zeit der assyrischen Handelskolonien entdeckt, was darauf hindeutet, dass die Geschichte des Ortes weit vor der macedonischen Gründung beginnt. Archäologen gehen davon aus, dass noch viele Gräber unter der Erde liegen und auf ihre Entdeckung warten.
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