Harran Ruins, Archäologische Stätte in Harran, Türkei
Die Harran Ruins sind ein archäologisches Gelände im Südosten der Türkei, auf einer flachen, trockenen Ebene südlich von Şanlıurfa, nahe der Grenze zu Syrien. Das Gelände umfasst alte Stadtmauern, ein Zitadellenhügel, die Überreste einer Moschee mit einem Minarett sowie eine Gruppe erhaltener Lehmziegelbauten.
Harran war bereits im dritten Jahrtausend v. Chr. eine bedeutende Stadt in Mesopotamien und war für einen Mondtempel und als Handelsknotenpunkt bekannt. Im 8. Jahrhundert entstand hier eine der ersten islamischen Bildungseinrichtungen der Region, in der Astronomie, Medizin und Mathematik gelehrt wurden.
Die Bienenkorbhäuser aus Lehmziegeln, die heute noch im Dorf stehen, sind das auffälligste Merkmal von Harran. Ihre konische Form lässt die heiße Luft nach oben steigen und hält das Innere auch im Sommer erträglich kühl.
Das Gelände liegt auf einer offenen, schattenlosen Ebene, daher ist Sonnenschutz und ausreichend Wasser unverzichtbar, besonders im Sommer. Ein Besuch dauert in der Regel ein bis zwei Stunden; das Gelände wird oft als Tagesausflug von Şanlıurfa aus kombiniert.
Das Minarett der Großen Moschee gilt als das älteste noch stehende Minarett der Region. Einige der auf dem Minarett eingemeißelten Symbole existierten bereits vor dem Islam und sind mit dem Mondkult der Sabäer verbunden.
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