Kesselkoppe, Berggipfel im Riesengebirge, Tschechische Republik
Kesselkoppe ist ein Berggipfel im Riesengebirge auf der tschechisch-polnischen Grenze, mit einem flachen Gipfelbereich und steil abfallenden Flanken. Auf der Südostseite öffnen sich zwei muldenförmige Täler, die sogenannten Kotelni-Kesselkare.
Der Gipfel trug früher den tschechischen Namen Kokrháč und diente im 19. Jahrhundert als Vermessungs- und Orientierungspunkt für Kartografen, die das Riesengebirge aufnahmen. Der heute gebräuchliche Name ist deutschen Ursprungs und verweist auf die Form der Kesselkare unterhalb des Gipfels.
Der rote Grenzwanderweg, der über den Gipfel verläuft, verbindet tschechische und polnische Gemeinden auf beiden Seiten des Kamms. Wer ihn geht, bemerkt, wie der Weg selbst zur Grenze wird und wie nah sich die beiden Länder hier sind.
Wanderwege von Harrachov auf tschechischer Seite und von Žacléř führen auf den Gipfel, wobei die Schwierigkeit je nach gewähltem Weg variiert. Auf dieser Höhe kann sich das Wetter schnell ändern, daher empfiehlt sich eine Wetterprüfung vor dem Aufstieg.
Die zwei Kesselkare unterhalb des Gipfels, Velké und Malé Kotelní jámy, sind glazialen Ursprungs und beherbergen alpine Pflanzenarten, die auf den umliegenden Hängen nicht vorkommen. Diese Mulden wirken wie natürliche Schutzräume, in denen seltene Vegetation gedeihen kann.
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