Agneskloster, Mittelalterliches Kloster in der Altstadt, Tschechische Republik
Das Kloster der heiligen Agnes vereint zwei monastische Anlagen aus grauem Backstein mit spitzbogigen romanischen Gewölben und gotischen Maßwerkfenstern. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Innenhöfe und umfasst eine Klosterkirche, Kreuzgänge und ehemalige Wohntrakte der Ordensgemeinschaften.
Agnes von Böhmen gründete die Anlage im Jahr 1231 gemeinsam mit ihrem Bruder König Wenzel I. als erstes gotisches Bauwerk in Prag. Die Prinzessin trat selbst als Klarissin in das Kloster ein und leitete die Gemeinschaft bis zu ihrem Tod 1282.
Im Ostflügel befindet sich eine Sammlung mittelalterlicher Malerei und Skulptur, die von böhmischen Werkstätten zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert geschaffen wurde. Die Räume zeigen Altartafeln und geschnitzte Holzfiguren, die einst Kirchen und Kapellen im ganzen Land schmückten.
Die Gärten rund um das Gebäude sind das ganze Jahr über frei zugänglich und zeigen Skulpturen tschechischer Bildhauer. Für den Besuch der Ausstellungsräume sollte man etwa zwei Stunden einplanen.
Mehrere böhmische Könige wurden hier bestattet, bevor ihre Grabmäler später in den Veitsdom verlegt wurden. Die Backsteinmauern aus dem 13. Jahrhundert zählen zu den ältesten erhaltenen Mauerwerksbauten der Stadt.
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