Zeremoniensaal, Museum und öffentliches Gebäude nahe dem Alten Jüdischen Friedhof in Prag, Tschechische Republik
Die Zeremonienberatungshalle ist ein neoromantisches Gebäude mit zwei Hauptgeschossen, das verschiedene religiöse und kulturelle Funktionen beherbergte. Das Erdgeschoss enthielt einen Waschraum für rituelle Reinigungszeremonien, während das Obergeschoss Versammlungsräume für Mitglieder der jüdischen Bestattungsgesellschaft bot.
Das Gebäude wurde zwischen 1906 und 1908 erbaut und ersetzte ein früheres Leichenhaus der Prager Bestattungsgesellschaft. Es wurde 1926 Teil des Jüdischen Museums Prag.
Das Gebäude war lange Zeit das Zentrum der jüdischen Bestattungsbräuche in Prag. Hier trafen sich Mitglieder der Beerdigungsgesellschaft zu Meetings und Ritualen, die den Zusammenhalt der Gemeinde prägten.
Der Zugang erfolgt über die Altstadt-Seite, ganz in der Nähe des Alten Jüdischen Friedhofs. Das Gebäude ist derzeit bis 2025 für Renovierungen geschlossen und wird dann eine neue Ausstellung mit Silbergegenständen aus böhmischen, mährischen und schlesischen Gemeinden zeigen.
Das Gebäude beherbergt umfangreiche Unterlagen und Gegenstände der Prager Bestattungsgesellschaft, die ein faszinierendes Archiv der jüdischen Begräbnistraditionen bilden. Diese Sammlungen zeigen die persönliche Geschichte hinter den Ritualen und Bräuchen, die über Generationen weitergegeben wurden.
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