Ceremonial Hall of the Prague Jewish Burial Society, Ausstellungshalle des Jüdischen Museums in Josefov, Tschechische Republik
Die Zeremonienholde der Prager Jüdischen Beerdingungsgesellschaft ist ein Ausstellungsmuseum in Josefov mit neoromanischer Architektur, die durch detaillierte Säulen, verzierte Gitter und charakteristische Steinelemente geprägt wird. Das Gebäude war als Zeremonienraum konzipiert und zeigt auf seinen Wänden historische Darstellungen der Begräbnispraktiken.
Der heutige Saal ersetzte einen älteren Bau mit gleichem Zweck und wurde zwischen 1906 und 1908 nach einem Entwurf von J. Gerstel durch A. Gabriel errichtet. Die Beerdigungsbruderschaft nutzte ihn bis zum Ersten Weltkrieg und vermietete ihn 1926 an das Jüdische Museum in Prag. 1997 wurde er restauriert.
Der Name der Halle geht auf die Prager Chevra Kadischa zurück, die jüdische Beerdigungsbruderschaft, die sie in Auftrag gab. Die Bruderschaft hielt ihre Sitzungen und jährlichen Bankette im zweiten Stock ab, während im ersten Stock die Tahara, die rituelle Reinigung der Toten, stattfand. Seit 1926 gehört das Gebäude dem Jüdischen Museum in Prag.
Die Halle steht neben der Klausen-Synagoge am Eingang zum Alten Jüdischen Friedhof in Josefov; zwischen beiden Gebäuden wurde ein neues Friedhofstor angelegt. Die Ausstellungsräume liegen in den Obergeschossen und sind über Treppen erreichbar; das Gebäude wird derzeit umgebaut, um sein ursprüngliches Aussehen wiederherzustellen und neue Ausstellungen zu öffnen.
Die fünfzehn Gemälde wurden um 1772 von der Beerdigungsgesellschaft bei einem anonymen Maler in Auftrag gegeben, der barock malte, aber von der Aufklärung geprägt war: Sie sollten die jahrhundertealte gesellschaftliche Rolle der Gesellschaft zeigen. Sie dokumentieren zudem die letzte Belegungsphase des Alten Jüdischen Friedhofs.
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