Kunstgewerbemuseum, Kunstgewerbemuseum im Stadtteil Josefov, Prag, Tschechische Republik.
Das Museum für Dekorative Künste in Prag ist ein neorenaissance Gebäude in der Prager Altstadt, das Glas, Keramik, Druckgrafiken, Fotografie, Metallarbeiten, Textilien und Spielzeug ausstellt. Die Sammlung umfasst Objekte aus dem europäischen Kunsthandwerk und ist auf mehrere Galerien verteilt.
Das Museum wurde 1885 von der Handels- und Gewerbekammer gegründet und zog 1900 in sein heutiges Gebäude, das vom Architekten Josef Schulz entworfen wurde. Das Gebäude selbst gilt als ein Beispiel des tschechischen Historismus aus der Jahrhundertwende.
Die Ausstellungsräume des Museums zeigen Alltagsgegenstände wie Glas, Keramik und Textilien, die von Handwerkern aus verschiedenen Epochen gefertigt wurden. Wer durch die Säle geht, erkennt, wie sich der Geschmack und die handwerkliche Tradition im Laufe der Zeit verändert haben.
Das Museum befindet sich in der Nähe des jüdischen Viertels und ist zu Fuß von der Altstadt aus leicht zu erreichen. Es empfiehlt sich, mehrere Stunden einzuplanen, da die Sammlung auf mehrere Etagen verteilt ist.
Das Museum bewahrt den sogenannten Karlstein-Schatz, eine Gruppe von rund 400 Objekten aus der Zeit Karls IV., die in den 1880er Jahren bei Renovierungsarbeiten auf Burg Karlstein entdeckt wurden. Dieser Fund gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlichen Goldschmiedehandwerks in Böhmen.
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