Isergebirge, Gebirgszug in Nordböhmen, Tschechische Republik und Niederschlesien, Polen.
Das Isergebirge erstreckt sich entlang der tschechisch-polnischen Grenze und bildet eine bewaldete Höhenkette mit Granitkuppen, die an der Hohen Iserkamm 1.127 Meter erreichen. Die sanft gerundeten Gipfel sind durch dichte Nadelwälder und offene Heidelandschaften auf den Kämmen miteinander verbunden.
Der Fluss Jizera verlieh dem Gebirge seinen Namen, der bereits im 13. Jahrhundert als Gizera erwähnt wurde. Keltische Siedlungsspuren aus früheren Jahrhunderten belegen die lange Besiedlungsgeschichte dieser Bergregion.
Traditionelle Glasbläserei prägte die Region seit dem 16. Jahrhundert, als Handwerkerfamilien aus Nordeuropa ihre Werkstätten in den Waldtälern aufbauten. Entlang der Wanderwege finden sich noch vereinzelte Ruinen dieser historischen Produktionsstätten zwischen den Dörfern.
Markierte Wege durchziehen die gesamte Region und verbinden Ortschaften auf beiden Seiten der Grenze mit den Gipfeln. Aussichtstürme wie jener auf dem Smrk ermöglichen Fernblicke über das Bergland und die angrenzenden Ebenen.
Buchenbestände im Naturreservat zählen zu jenen Wäldern, die seit der letzten Eiszeit ununterbrochen existieren und daher von der UNESCO als schützenswert anerkannt wurden. Diese Kontinuität macht sie zu einem lebenden Archiv der nacheiszeitlichen Waldentwicklung in Mitteleuropa.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.