Dolní Věstonice, Jungpaläolithische archäologische Fundstätte in Südmähren, Tschechische Republik.
Dolní Věstonice ist ein archäologisches Gelände am Fuß des Děvín in Südmähren, das mehrere Grabungsbereiche mit Resten prähistorischer Siedlungen umfasst. Die Fundstätte bewahrt Feuerstellen, Werkzeuge und Gegenstände aus einer Zeit, als Mammuts durch die Gegend zogen.
Karel Absolon begann 1924 mit systematischen Grabungen, die Spuren menschlicher Ansiedlung aus der Zeit vor etwa 26.000 Jahren offenlegten. Die Arbeiten wurden über Jahrzehnte fortgesetzt und brachten immer neue Erkenntnisse über das Leben der Eiszeit hervor.
Die Ausgrabungen brachten zahlreiche Tonfiguren zutage, darunter Menschen und Tiere aus einer Zeit, als Jäger ihre Beute noch mit handgewebten Netzen fingen. Diese Objekte zeigen die Fähigkeit der damaligen Bewohner, Ton zu brennen und kleine Skulpturen zu formen.
Die Grabungsstätten liegen in offener Landschaft unterhalb des Berges und sind über Wege aus dem Dorf erreichbar. Besucher sollten bedenken, dass die Funde selbst in Museen aufbewahrt werden und vor Ort nur die archäologischen Bereiche zu sehen sind.
Forscher fanden in den Lehmböden erhaltene Abdrücke von Netzstrukturen, die belegen, dass die Bewohner nicht nur Großwild jagten, sondern auch kleinere Tiere mit Netzen fingen. Diese Entdeckung zeigt fortgeschrittene Jagdtechniken aus einer sehr frühen Phase der Menschheitsgeschichte.
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