Dolní Věstonice, Archäologische Stätte und Gemeinde in der Region Südmähren, Tschechische Republik.
Dolní Věstonice ist eine kleine Gemeinde an der Basis des Berges Děvín in Südmähren, die sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt. Das Dorf enthält zahlreiche Ausgrabungsstätten, an denen Archäologen seit Jahrzehnten prähistorische Funde freilegen.
Die Archäologen begannen ihre systematischen Grabungen in diesem Gebiet in den 1920er Jahren und legten tausende von Keramikstücken frei. Die Funde stammen aus einer Zeit, die etwa 26.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreicht.
Der Ort ist bekannt für die Venus von Dolní Věstonice, eine der ältesten bekannten Tongötzen, die Archäologen hier gefunden haben. Diese Figur zeigt, dass die Menschen dieser Zeit bereits künstlerische Fähigkeiten und religiöse Vorstellungen hatten.
Der Ort ist leicht zu besuchen und bietet Zugang zu mehreren Ausgrabungsstätten, die unter freiem Himmel zugänglich sind. Besucher können die archäologischen Arbeiten sehen und verstehen, wie Wissenschaftler Informationen über die Vergangenheit sammeln.
An einer Stelle haben Forscher die Überreste von drei Männern gefunden, die miteinander verwandt waren und zusammen begraben wurden. Neben ihnen lagen Mammutknöchen und religiöse Gegenstände, was zeigt, dass die Bestattung etwa 28.000 Jahre alt ist.
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