Želinský meandr, Naturdenkmal in Kadaň, Tschechische Republik
Der Želinský meandr ist ein 185,8 Hektar großes Naturdenkmal östlich von Kadaň, wo die Ohře in einem 60 bis 65 Meter tiefen Tal einen felsigen Mäander bildet. Das Schutzgebiet auf den Katastergebieten Kadaň, Rokle und Tušimice liegt auf 275 bis 331 Metern Höhe und bewahrt das letzte Beispiel des ursprünglichen Mittellaufs des Flusses; auf das Flussbett entfallen 82,2 Hektar, auf Wälder etwa 56 Hektar.
Das Gebiet wurde am 28. Mai 1992 vom Bezirksamt Chomutov erstmals als geschütztes Naturgebilde ausgewiesen. Am 1. November 2013 erklärte es die Regionalbehörde Ústí nad Labem erneut zum Naturdenkmal, eingetragen unter der Nummer 1534. Früher diente ein großer Teil der Fläche als Viehweide, und ein kleiner Ausläufer im Südosten reicht bis zum vorgeschichtlichen Burgwall Hradec.
Der Name verweist auf den Weiler Želina, dessen kleines Wasserkraftwerk seit dem 20. Jahrhundert im Schutzgebiet steht. Ein kleiner Ausläufer des Reservats im Südosten reicht in die Fläche des vorgeschichtlichen Burgwalls Hradec hinein, sodass im Tal auch archäologische Spuren liegen.
Das Schutzgebiet umfasst 185,8 Hektar zwischen 275 und 331 Metern Höhe in den Katastergebieten Kadaň, Rokle und Tušimice. Auf das Bett der Ohře entfallen 82,2 Hektar, auf Wälder rund 56; der Rückstau der Talsperre Nechranice reicht bis an den Ostrand. Seit dem 20. Jahrhundert steht dort das kleine Wasserkraftwerk Želina.
Die Grüne Eidechse, eine seltene Reptilienart, findet hier eines ihrer wenigen europäischen Refugien und lebt in den trockenen Heidegebieten. Diese Art bevorzugt wärmere Microhabitate, die in der Flussschleife besonders häufig vorkommen.
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