Lomy Mořina, Kalksteinbruch in Bubovice, Tschechische Republik.
Lomy Mořina ist ein System von Tagebau-Kalksteinbrüchen im Böhmischen Karst bei Mořina, die durch unterirdische Stollen verbunden sind. Die bekanntesten sind Velká Amerika, Malá Amerika und Mexiko. Velká Amerika ist ein langer, tiefer Einschnitt in hellgrauem und weißem Kalkstein mit steilen, zackigen Wänden, einem flachen, staubigen Boden, einem schmalen Wasserstreifen links und einem rötlichen Erdweg am Fuß der rechten Wand.
Die Lagerstätte der heutigen Amerika-Steinbrüche wurde 1900 eröffnet, nachdem die Bahnlinie Kladensko-nučická das Gelände erreicht hatte; die Brüche bei Mořina bestehen seit 1891. Der Bruch Amerika wurde durch eine Verwerfung in Velká Amerika und den Trestanecký-Bruch, genannt Mexiko, geteilt. Dort bestand von 1949 bis 1953 ein Zwangsarbeitslager für politische Häftlinge.
Der Mexico-Abschnitt des Komplexes diente von 1949 bis 1953 als Zwangsarbeitslager, wo politische Gefangene harte Bedingungen ertrugen.
Die Gruben sind trocken und offen; in die Sohle führen Wege, darunter ein rötlicher Erdweg am Fuß der Ostwand. Das Gelände liegt bei Mořina unweit der Burg Karlštejn, von wo aus man die Ränder abgeht. Der Komplex ist ein bedeutendes Winterquartier für Fledermäuse in Mittelböhmen, daher meidet man die unteren Ebenen in den kalten Monaten besser.
Die Steinbrüche erscheinen in mehreren tschechischen Filmen, darunter Limonádový Joe und Malá mořská víla. Das Areal ist zudem das bedeutendste Fledermaus-Winterquartier in Mittelböhmen, und in der Gegend wurden paläontologische Funde gemacht.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.211 Mitwirkenden weltweit.