Landschaftsschutzpark Böhmischer Karst, Geschütztes Kalksteingebiet in Mittelböhmen, Tschechische Republik.
Der Landschaftsschutzpark Böhmischer Karst erstreckt sich zwischen Prag und Beroun und umfasst eine Karstlandschaft mit tiefen Flusstälern, Kalksteinfelsen und über siebenhundert Höhlen. Der Park liegt entlang des Flusses Berounka und bildet eine zerklüftete Naturregion mit bewaldeten Hügeln und Felswänden.
Die Gegend erhielt 1972 den Status als Landschaftsschutzgebiet, nachdem Steinbrucharbeiten und intensive Landnutzung die Kalksteinformationen bedroht hatten. Die geologischen Schichten stammen aus dem Silur und dem Devon und sind rund vierhundert Millionen Jahre alt.
Der Name Český kras leitet sich vom slowenischen Wort für Kalksteinlandschaft ab und bezeichnet trockene Täler sowie unterirdische Wasserläufe. Besucher begegnen heute kleinen Kapellen und alten Steinbrüchen entlang der Wanderwege, die von jahrhundertelanger menschlicher Nutzung des Gebiets zeugen.
Wanderwege führen entlang des Flusses und durch Täler, wobei einige steile Abschnitte festes Schuhwerk erfordern. Die Koneprusy-Höhlen bieten geführte Besichtigungen, während Burg Karlštejn vom Park aus zu Fuß erreichbar ist.
Die Kalksteinlandschaft beherbergt wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten, darunter eine der letzten europäischen Zieselpopulationen in Tschechien. Diese Erdhörnchen leben in offenen Wiesen und graben ausgedehnte Tunnelsysteme in den kalkhaltigen Boden.
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