Malý Fürstenberský palác, Barockpalast in Malá Strana, Tschechische Republik
Der Malý Fürstenberský palác ist ein spätbarockes Gebäude in der Valdštejnská 12 in Malá Strana, das 1770 durch den Umbau zweier Renaissancehäuser entstand. Sein sehr komplexer Grundriss schließt an den rückwärtigen Trakt des Kolovratský-Palasts an, und ein Rokoko-Terrassengarten mit Treppen und Balustraden führt hinauf zu einer dreiteiligen Sala terrena.
Zwei im 16. Jahrhundert belegte Renaissancehäuser wurden 1770 zum heutigen Palast umgebaut. Gräfin Marie Barbora Černínová von Chudenice kaufte sie 1769 samt Garten und verband den Neubau mit dem benachbarten Kolovratský palác; manche Quellen datieren den Umbau später und bringen ihn mit Ignác J. N. Palliardis Umbau jenes Palastes in Verbindung. Ende des 18. Jahrhunderts ließ ihr Neffe Jan Arnošt Schaffgotsch beide Paläste baulich trennen.
Der Palast wird auch Černínský dům genannt, nach Gräfin Marie Barbora Černínová z Chudenic, die 1769 die beiden Renaissancehäuser und den Garten kaufte und deren Umbau begann. Ihr Neffe Jan Arnošt Schaffgotsch ließ die beiden Paläste Ende des 18. Jahrhunderts baulich trennen.
Der Palast ist heute Teil des Senatsgebäudekomplexes und kann mit dem benachbarten Kolovratský-Palast durch Flure auf mehreren Ebenen verbunden werden. Besucher sollten beachten, dass das Gebäude derzeit eine verwaltungsamtliche Nutzung hat und die Zugänglichkeit eingeschränkt sein kann.
Der rokokohafte Terrassengarten, die Malá Fürstenberská zahrada, war bis 1789 fertiggestellt, im Todesjahr der Gräfin Marie Barbora Černínová. Seine Treppe und Balustraden führen hinauf zu einer dreiteiligen Sala terrena, und der Garten gehört zum Komplex der Gärten unter der Prager Burg.
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