Pohansko, Mittelalterliche Wallburg und archäologische Stätte in Břeclav, Tschechische Republik
Pohansko ist ein frühslawischer Burgwall in der Nähe von Břeclav, der sich an der Mündung der Flüsse Morava und Dyje befindet und Reste von Befestigungsanlagen aus dem Frühmittelalter zeigt. Das Gelände umfasst archäologische Schichten, die Informationen über die Besiedlung und Bauweise dieser Zeit bewahrt haben.
Das Grodzisko entstand im 9. Jahrhundert und entwickelte sich zu einem zentralen Ort im Großmährischen Reich, das ein wichtiges frühes slawisches Staatsgebilde war. Der Ort wurde später verlassen und über Jahrtausende hinweg von der Erde verborgen, bis archäologische Arbeiten seine Geschichte freigelegten.
Der Ort war ein bedeutendes Zentrum der Großmährischen Kultur und zeigt durch seine Lage an der Grenze zwischen Mähren und anderen Regionen, wie wichtig solche Positionen für frühmittelalterliche Gemeinschaften waren. Die Artefakte, die hier gefunden wurden, offenbaren, wie Menschen damals lebten, arbeiteten und ihre Gemeinschaft organisierten.
Das Gelände ist über markierte Wanderwege und den Fahrradweg Nummer 43 von Břeclav aus zugänglich und bietet eine gute Orientierung durch vorhandene Beschilderung. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da der Boden uneben ist und die Wege je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedingungen haben können.
Eine Jagdhütte im Empire-Stil auf dem Gelände wurde in den Jahren 1810-1812 erbaut und ist Teil der Lednice-Valtice-Kulturlandschaft. Das Gebäude trägt ein seltenes Merkmal: ein Reliefbild des Gottes Zeus, das sich nirgendwo sonst in dieser ganzen Kulturlandschaft findet.
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