Motolský ordovik, Naturdenkmal in der Nähe des Motol-Krankenhauses, Prag, Tschechische Republik.
Motolský ordovik ist ein Naturschutzgebiet in Prag, das Schieferschichten aus der Ordovizium-Zeit in einem Eisenbahneinschnitt zwischen zwei Stationen zeigt. Der Aufschluss offenbart verschiedene geologische Formationen, die in dieser Felswand übereinander angeordnet sind.
Das Gebiet wurde 1988 unter Schutz gestellt und bewahrt ein Fenster in die Erdgeschichte von vor etwa 485 bis 443 Millionen Jahren. Der Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts hatte die Felsschichten unbeabsichtigt freigelegt und machte diesen geologischen Schatz sichtbar.
Die Felsschichten zeigen Spuren antiker Meereslebewesen wie Trilobiten und Armfüßer, die heute noch in den Steinen sichtbar sind. Besucher können diese versteinerten Reste direkt beobachten und verstehen, wie dieses Gebiet einst unter Wasser lag.
Der Ort liegt neben einer Eisenbahnstrecke zwischen zwei Bahnhöfen und ist am besten von außen einsehbar. Der Zugang ist manchmal begrenzt, daher sollten Besucher die aktuelle Zugänglichkeit überprüfen, bevor sie das Gebiet besuchen.
Die Felswand zeigt zwei verschiedene geologische Formationen, deren Grenze die genaue Trennlinie zwischen zwei Erdzeitaltern markiert. Diese scharfe Grenzschicht ist sichtbar und hilft Geologen, die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten zu verstehen.
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