Krematorium Motol, Konstruktivistisches Krematorium in Motol, Prag, Tschechische Republik
Das Krematorium Motol ist eine Verbrennungsanlage im Motol-Friedhof in Prag, die mit funktionalen Räumen und modernen Ausrüstungen ausgestattet ist. Der Trauersaal bietet Platz für Gäste und verfügt über Musikanlage sowie Technik zur Anzeige von Fotografien.
Das Gebäude wurde 1954 vom Architekten Josef Karel Říha fertiggestellt und führte konstruktivistische Architektur in Prags Bestattungsanlagen ein. Es entstand in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Staat neue Ansätze zur Begräbnisinfrastruktur schuf.
Das Gebäude des Krematoriums Motol repräsentiert den staatlichen Ansatz für Bestattungsdienste in der Nachkriegszeit der Tschechoslowakei.
Der Trauersaal fasst etwa 40 sitzende und 80 stehende Personen und bietet eine geeignete Umgebung für Gedenkfeiern. Besucher sollten sich vorab erkundigen, da die Anlage spezialisierte Dienste mit eingeschränkten öffentlichen Öffnungszeiten anbietet.
Das Gebäude zeigt eine seltene architektonische Anwendung des Konstruktivismus im Kontext von Bestattungsanlagen und bleibt ein bemerkenswertes Beispiel dieser Stilrichtung. Die minimale, funktionale Formensprache vermittelt dennoch Würde und Respekt für den Ort der Trauer.
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