Mánes-Brücke, Straßenbahnbrücke in der Altstadt, Prag, Tschechische Republik
Die Mánes-Brücke ist eine Straßenbahnbrücke über die Moldau, die die Prager Altstadt mit der Malá Strana verbindet und als Verkehrsroute für Straßenbahnen und Fahrzeuge dient. Vier Betonbögen tragen die Struktur, die sich über das Wasser erstreckt und Fußgängern einen direkten Weg zwischen den zentralen Stadtteilen bietet.
Die Brücke entstand in den Jahren 1914 bis 1916 nach kubistischen Plänen der Architekten Mečislav Petrů und František Mencl. Sie ersetzte eine ältere Fußgängerbrücke und erhielt 1920 ihren heutigen Namen, um an die tschechische Kunstbewegung zu erinnern.
Die Brücke zeigt die geometrischen Formen des Kubismus, die in der frühen 1900er Jahren viele Künstler in Prag inspirierten. Besucher können diese eckigen, innovativen Formen heute noch in der Gestaltung der Strukturen sehen und verstehen, wie Architekten versuchten, neue Wege zu gehen.
Die Brücke ist täglich für Fußgänger und Fahrzeuge zugänglich und bietet gute Aussichten auf den Fluss und die umliegenden Viertel. Es ist hilfreich, die Straßenbahn zu Stoßzeiten zu meiden, wenn man fotografieren oder die Architektur in Ruhe erkunden möchte.
Der Name der Brücke stammt von dem tschechischen Maler und Kunsttheoretiker Josef Mánes, der im 19. Jahrhundert lebte und die böhmische Kunstwelt prägte. Diese Wahl spiegelt wider, wie sehr die Prager die Struktur als Symbol ihrer künstlerischen Identität betrachteten.
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